Mittwoch, 20. September 2017

wir stehen in Braunschweig

Mittwoch, 20. September 2017 - das war heute äußerst spannend!

Unseren Platz in Warstein zu verlassen war gar kein Problem. Auch die Wasserentnahmestelle funktionierte einwandfrei. Da hatte ich gestern noch meine Bedenken und hatte im Warsteiner Shop noch nachgefragt. Also alles paletti!

Wir finden den Weg zur Autobahn problemlos und schnüren so dahin. Ab und zu durch kleine Staus - Baustellen - eingebremst, aber alles im grünen Bereich. Als die Ausfahrt Seesen angezeigt wurde,  bin ich ganz spontan rausgefahren, da mir einfiel, dass ich noch ein spezielles Teil für meinen Anhänger kaufen wollte. Das könnte ich so bei dem Lieferanten meines Trailers direkt vor Ort erstehen. 
Aber das war eine Satz mit X, das war wohl nix! Mein Wunschzubehörteil war nicht am Lager und müsste erst bestellt werden. Na sowas, schwaches Bild. Ich habe darauf verzichtet und bin weiter gefahren. 

Braunschweig hatte ich als Übernachtungsplatz ausgesucht.
Im Bürgerpark sollte laut Promobil ein Stellplatz vorhanden sein. Wie immer bei mir, stellt sich kurz vor dem Ziel eine enorme Anspannung ein, ob wir denn mit unserem großen Gespann auch Platz finden. Auch hier wieder derselbe Magenkrampf wie immer. Das NAVI zeigte noch 1,5 Kilometer an. Und durch eine Baustelle hatten wir wieder Stop and Go! Je länger es dauerte, um so unerträglicher wurde der Krampf im Magen. Ein unerträgliches Lampenfieber überfiel mich. 
Endlich, der Stau löste sich auf und es ging zügig weiter zum Ziel. An der Ampel rechts abbiegen und nach 50 Metern wieder links, und wir sollten unser Ziel erreicht haben.
Doch Pustekuchen: links die erste Einfahrt zu dem PKW-Parkplatz hatte eine Höhenbeschränkung! War also nichts für mich. Die nächste Möglichkeit nach links war durch eine Baustelle unbrauchbar! Tolle Wurst!!!
Nachdem ich wohl 30 Sekunden nur Bauklötzer gestaunt hatte fuhr ich langsam weiter, bis ich erstens Menschen entdeckte, und zweitens anhalten konnte: Also raus aus der Kiste und die Leute gefragt. Voller Erfolg! Die kannten den Stellplatz - und deren Kommentar dazu entspannte mich etwas: Hier fahren alle Wohnmobile falsch. Du bist eine Straße zu früh abgebogen. Also umdrehen, zurückfahren auf die Hauptstraße und die nächste Einfahrt benutzen. Doch wo kann ich wenden? "Kein Problem, fünfzig Meter weiter rechts auf den Feuerwehrhof einbiegen, und dann kommst Du genau hier wieder heraus wo wir jetzt stehen" Klasse!!!

Und so haben wir dann den Stellplatz doch noch gefunden, und es war sogar ein Hinweisschild vorhanden.
Doch verdammt, der ist ja voll belegt! Erst nachdem ich ausgestiegen war konnte ich dann doch noch eine Lücke für unseren Concorde entdecken. Nur der Trailer, der passte dort nicht mit hinein. Aber den haben wir dann abgekuppelt und vor der Einfahrt an der Seite abgestellt. 
Nun sind wir angekommen und ich kann mich wieder entspannen!   
so steht unser Trailer doch gut?!

ganz hinten links da steht unser Mobil

und nun noch einen Blick mit Google Erth von oben.

Dienstag, 19. September 2017

Warstein, im Ort nichts los.

Dienstag, 19.September 2017 - in Warstein spazieren gegangen.

Es gibt noch einen Reisemobilstellplatz an der Warsteiner Welt, der aber nicht von der Warsteiner Brauerei betrieben wird, sondern davon unabhängig ist. Natürlich war ich neugierig und habe diesen Platz, den "Bayernstadl" aufgesucht.


 Aber auch hier war alles tot, kein WoMo zu entdecken. Vor wenigen Wochen noch, als die Montgolfiade - das Heißluftballon Festival - hier stattfand, da war nirgendwo, auch im größeren Umkreis von Warstein nicht ein freier Stellplatz zu bekommen. Reservierungen wurden überhaupt nicht angenommen! Und nun haben wir hier Totentanz! Kaum zu glauben, dass die Saison schon zu Ende sein soll. 

Wenn man in Warstein spazieren geht und durch die Straßen schlendert, dann bekommt man von unserer angeblich so stabilen deutschen Wirtschaftslage nichts mit. Ein Geschäft neben dem anderen steht leer und die Räume sind zu vermieten. Was ist hier bloß los? Wir haben keine Erklärung dafür. 

Als Besichtigungsobjekt gibt der Ort nicht viel her. 
Wir haben die alte Domschänke angeschaut, wo der Herr Caspar Cramer mit der Bierbrauerei angefangen hat, woraus heute ein Familienimperium geworden ist.


Gegenüber befindet sich der Dom, den Irmgard als bedrohlich empfindet. So dunkel, grau und der hohe Kirchturm, da hat meine Frau immer so ihre Probleme mit.

Kurz um die Ecke geschaut, da steht dann der Glaspalast, die Verwaltungszentrale der Warsteiner Brauerei. 
In diesem Gebäude befindet sich die Galerie

Diese Skulptur steht vor dem Verwaltungsgebäude
Dieses Haus hat eine sehr kreative künstlerische Fassadenmalerei. Die ist schon ungewöhnlich, aber richtig gut gemacht.

Wir haben uns im Ort nicht lange aufgehalten, haben noch eine kleine Runde durch Belecke gedreht, das etwas ausserhalb liegt, aber noch schöne alte Fachwerkhäuser hat. Dabei fällt auf, dass diese Häuser nicht in engen Gassen stehen, sondern eine breite Straße durch diese Ansammlung von alten Häusern führt. Das ist schon sehr ungewöhnlich und wir haben das so bisher noch nirgendwo entdeckt.

Von hier oben hat man auch einen fantastischen Blick über die im Tal liegende Stadt Warstein.
Zurück an unserer Behausung, haben wir uns noch ein paar Schritte bewegt und im Waldhaus ein Bier genossen.
Damit beginnen wir den Feierabend und mein Bericht für heute endet. 

Montag, 18. September 2017

die Besucherführung hat geklappt

Montag, 18. September 2017 - alles gut.

Tatsächlich fand heute eine, oder auch mehrere Führungen bei "Warsteiner" statt, und wir durften auch ohne vorherige Anmeldung daran teilnehmen. Habe ich auch gar nicht anders erwartet!
Rechtzeitig fanden wir uns in der "Warsteiner Welt" ein und erhielten bei der Anmeldung ein Armbändchen.
Sodann konnten wir uns die Dekoration im Wartebereich anschauen und auch schon mal sichten, welche Souvenirs uns im Shop wohl interessieren würden.







Wir durften nun noch etwa eine halbe Stunde warten bis uns ein Film gezeigt wurde. Das war ganz interessant gemacht. Es gab oben eine Rundumleinwand zu der die gesamte Sitzplattform mit gedreht wurde, während zwischendurch dann spezielle Ausschnitte im unteren Bereich zu sehen waren.
Das ist der Fahrer des Zuges, der uns durch das Gelände und die Hallen gefahren hat.
 hier der eigene Kombi-Bahnhof mit der Krananlage. Der Kran hebt bis zu 40 Tonnen. Damit werden die beladenen Wechselbrücken und Container auf die Waggons verladen. 
 Kaum Menschen zu sehen. Alles läuft Computergesteuert ab.



 Hier sind doch tatsächlich mal Menschen bei der Arbeit zu sehen. Einer arbeitet, drei schauen zu!


Diese Menge - das sind acht Paletten, dahinter befindet sich noch eine weitere Reihe - hebt der Stapler in einem Arbeitsgang auf die LKW-Ladefläche!

Zum Schluss noch die Banner, die im Betrieb aufgehängt waren:


 Im Anschluß an die Besichtigungstour durften wir zwei Stunden lang alle Getränke, die im Portfolio von "Warsteiner"
gelistet sind, kostenlos ausprobieren. Schade, dass ich keinen großen Durst hatte!

Sonntag, 17. September 2017

böse Falle!

Sonntag, 17. September 2017 - wir wollen mal eben nach Warstein verholen.

110 Kilometer bis zum nächsten Ziel zur "Warsteiner Welt", das ist doch ein Klacks für uns! Maximal 1,5 Stunden Fahrzeit sind doch lachhaft!
Ab geht die Fahrt, kaum gestartet und schon auf der Autobahn. Da lacht das Herz - aber nicht lange! Denn plötzlich Stau und ein Hinweis auf die Vollsperrung der A1 Richtung Bremen. Nun kommt mal wieder Hilflosigkeit auf. Die Umleitung geht gefühlt in die falsche Richtung. Und weit und breit keinen Parkplatz um anzuhalten und in der guten alten Landkarte neu die Fahrtrichtung zu sortieren. Also fahre ich nach Gefühl und Himmelsrichtung irgendwie planlos herum. Bis ich einen Parkplatz finde und das NAVI mit neuen Zielen füttere. Fest steht auf jeden Fall, dass wir in Richtung Osten fahren müssen. 
Soweit so gut. Es geht auch weiter in die gewünschte Richtung - bis wir plötzlich abbiegen sollen und genau dorthin geführt werden, wo wir gerade hergekommen sind! Ich falle vom Glauben ab! Das kann doch nicht wahr sein! Aber hier gibt es so viele Autobahnen, die Kreuz und quer verlaufen, da wird das wohl seine Richtigkeit haben. Um es kurz zu machen: Wir landen wieder an einem Umleitungshinweis für die A1! Jetzt habe ich die Faxen dicke und fahre stur den Hinweisen nach. Tatsächlich, irgendwann werden die angezeigten Restkilometer auf dem Display wieder geringer, anstatt immer mehr, wie die Zeit vorher! 
Und nun passiert etwas total Lustiges: Plötzlich erreicht mich ein Telefonanruf. Ich nehme ihn an und es kommt aus dem Hörer der Befehl: "Guck mal nach links"!!! Völlig ungläubig schaue ich nach links rüber und entdecke ein rotes AUDI-Coupe. Es ist Tochter Sandra!!! Sie ist auf dem Weg zum Nürburgring und befindet sich auch gerade auf der A1 Richtung Süden. Es hat etwas gedauert bis ich das alles realisiert habe. Doch siehe die untere Abbildung und Du erkennst vielleicht, dass ich eben durch den Umweg auch ein kurzes Stück die Autobahn in südlicher Richtung gefahren bin. Und gerade auf diesem kurzen Stück hat Sandra uns überholt.
So verlief unser Zickzackkurs, bis wir dann endlich nach doppelter Fahrzeit unser Ziel erreichten.




Wir sind angekommen, waren jedoch erstaunt darüber wie ruhig es hier ist. Auf dem Campingplatz sind wir die einzigen, die Hütte an der Einfahrtschranke ist geschlossen. Anmeldung im Gasthaus zur Warsteiner Welt: Kein Mensch zu entdecken! Jedoch ist das Restaurant nicht verschlossen!
Nach 15 Minuten Wartezeit taucht tatsächlich eine Bedienung auf und nimmt meine Anmeldung - und meine EC-Card als Zahlungsmittel - entgegen. Doch oh Wunder, das Lesegerät verweigert seinen Dienst - der Akku ist leer. Ein paar Minuten an die Steckdose angeschlossen, und der Zahlvorgang kann abgeschlossen werden!
Hier stehen wir nun ganz alleine. Groß sind die Parzellen ja, da kann man nicht meckern. Schließlich bringe ich hier alles unter.
Morgen wollen wir mal schauen ob denn auch Besucherführungen stattfinden, oder aus Mangel an Beteiligung ausfallen. Schauen wir mal, dann sehen wir mal!

Samstag, 16. September 2017

ein Tag Ruhepause

Samstag, 16. September 2017 - Pause in Wuppertal.

Was machen wir heute? Nichts! Tatsächlich unternehmen wir mal keine Besichtigungstouren oder Spaziergänge.
Hier direkt neben dem Stellplatz findet man außer Industriebetrieben auch nichts besonderes von Interesse.

Zwar hätten mich einige "Points of Interest" in Wuppertal noch gereizt, doch die Faulheit siegte dann doch. 
Entweder ich hätte das Auto abladen müssen, oder wir hätten wieder den ÖPNV nutzen müssen. Doch auch Irmgard zeigte keinerlei Ambitionen für derartige Unternehmungen.

So blieben wir den ganzen Tag auf der "freundlichen Wohnmobil Oase", als wäre unser Hintern hier festgeklebt.
Schließlich war ja auch noch die Übertragung des Formel 1 Qualifikationstrainings aus Singapur im TV. Das musste ich natürlich anschauen. 
Lediglich einige Fotos von diesem Ort, im Radius von 50 Metern Umkreis, habe ich noch geschossen - und schon mal Frischwasser aufgetankt, damit ich Morgen etwas Zeit einspare. 
So kann man auch den Tag verbringen um dann den Feierabend zu genießen.
 Die nagelneue Ent- und Versorgungsstation


 Hier soll der Gast seine Übernachtungsgebühr einwerfen. Großer Vertrauensvorschuß!


Sitzbänke für die Gäste

Freitag, 15. September 2017

.....und wir schweben!

Freitag, 15. September 2017 - wir erreichen Wuppertal.

Ja, tatsächlich haben wir es geschafft! Aber auch wir waren geschafft! Stau über Stau hinderte uns am zügigen Fortkommen. Ebenso trug der häufige Niederschlag nicht zur Besserung unserer Laune bei. 



Und dann die Sperrung der Rheinbrücke auf der A1 für Fahrzeuge über 3,5 to. Betrifft uns das nun auch, oder fahren wir die Strecke gar nicht? Da kommt wieder die Quittung, wenn man sich blind auf sein NAVI verläßt und nicht vorher mit der Streckenführung befasst hat!
Wir suchten immer nach Umleitungsschildern, konnten aber keine entdecken. 
Das eine Gerät wollte mich geradeaus fahren lassen, während die andere Box mich nach rechts schicken wollte.
Was nun? Da entdeckte ich dann plötzlich doch noch einen Hinweis, dass die Streckenführung nach rechts wohl die Gewichtseinschränkung betrifft. So glaubte - und folgte - ich dem Kasten, der für die Geradeausrichtung plädierte. 
Und es passte, wir konnten auf dieser Strecke unsere Fahrt ungehindert fortsetzen und erreichten unser Ziel etwa gegen 13.30 Uhr, 45 Minuten später als anfänglich berechnet.

Ein Busunternehmer hat hier in Wuppertal auf auf seinem Firmengelände einen Wohnmobilstellplatz eingerichtet. Alles neu. Man könnte sogar die Waschhalle benutzen und das eigene Mobil reinigen. 
Ich kann mein Gespann so komplett abstellen. Strom, Wasser und Ver-/Entsorgung alles incl. für 14,50 € als ADAC-Mitglied.




Was machen wir nun mit dem angebrochenen Tag? Die Dame im Büro war ausgesprochen freundlich und hilfsbereit. Sie hat mir Busfahrpläne ausgedruckt und weitere Informationen gegeben. Ein kleines Tütchen als Begrüßung mit Stadtplan und weiteren Infos, inklusive Probemuster Marmelade und Kräuterschnaps gab es noch obendrauf.
Wir machten uns auf den Weg zur Busstation und wollten mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Stadt um unbedingt die weltbekannte Schwebebahn in Natura zu erleben.






So sind wir die komplette Strecke hin und zurück über die Wupper geschwebt. Eine neue Erfahrung, aber ich fand es gut.
Aber gut fand ich auch, dass wir wieder mit den "Öffentlichen", sogar mit einmal Umsteigen, sauber und problemlos unseren Stellplatz erreicht haben und nun den Feierabend einläuten. 

wieder daheim

Sonntag, 24. September 2017 - nun sind wir wieder zuhause. Der Alltag hat uns wieder. Kilometerstand am Start: 93129 Kilometerstand am End...